USA-Report

3 Wochen mit Alex durch die USA 🙂 20.12.2018 – 11.01.2019

1.“ Treffpunkt New Orleans“:
Ich war schon einen Tag früher als Alex in NOLA und hatte einen Couchsurfing-Host, der nicht so toll war. Am Anfang wars super, er war sehr nett, hat mir meinen Freiraum gelassen und respektvoll. Am nächsten Tag kippte dann das respektvolle in nervig sein und meine Aussage „ja ich habe einen Freund“ nicht zu akzeptieren. Da ich dann etwas lauter wurde und es sehr deutlich klar gemacht habe , dass es nicht so geht, hat er mich noch zum Flughafen gefahren und ich war ihn los. Dadurch das Alex an dem Tag noch nach New Orleans kam und sie auch einen Host gefunden hat , war das alles nicht so schlimm. Nachdem ich sie dann abgeholt habe, sind wir zu dem neuen Gastgeber gefahren und standen erstmal vor verschlossener Tür, für mind. eine Stunde. Jay (unser Host) hat zu viel getrunken und uns einfach vergessen. Sturmklingeln hilft manchmal 😉 . Ich weiß nicht, wie Alex das gemacht hat, allerdings war das Haus der Wahnsinn. Nächster Tag – ausschlafen & ab in die Bourbon Street. Ratet mal was wir da nur gemacht haben 😉 . So viel kann man über New Orleans auch nicht erzählen, es ist eine der verrücktesten Städte, die ich besucht habe und es ist anscheinend auch jeden Tag Samstag.
Nachdem wir dann am nächsten Tag unser Auto abgeholt haben, ging die Reise richtig los. Die ersten 8 Stunden Fahrt nach Dallas standen vor uns. Kurzer Stopp in Lake Charles und dann sofort weiter.

2. „Dallas-Teacher“
Die Fahrt hat uns schon gezeigt, dass America zu viel „nichts“ hat. Die ersten Probleme mit Benzin, da auf der Interstate einfach nur jede 100 Milen eine Tankstelle kommt und du das wirklich vorher planen solltest. Was wir natürlich nie gemacht haben.
Angekommen in Dallas, wurden wir von unserem nächsten Host in Empfang genommen. Er hat uns nicht vergessen, yejii. Das Apartment war genauso luxus pur, wie das von Jay. Mega Wohnungen haben die hier. Bernie, unser Gastgeber, war Lehrer & somit hatte er Urlaub, da wir über Weihnachten dort waren. Super nett & hat uns den ganzen Tag die Stadt gezeigt und bisschen erklärt, was in Dallas so los war Abends gabs dann Mexikanisches Essen (Tacos) und Bier.

3. „Austin-Hope & El Paso“
Am nächsten Tag sind wir nach Austin weiter gefahren, dort waren wir nur einige Stunden und haben und die Graffiti-Walls angeschaut. Leider hat die Stadt beschlossen, diese zu schließen und neue zu bauen, für die man dann zahlen soll. Ich finde sowas echt unter aller Sau, da Menschen die Kunst lieben, sowas ins Leben rufen, das dann populär wird und jeder der möchte etwas an die Wände sprühen kann und die Stadt nimmt sich einfach das Recht raus, diese Wände abzureißen und irgendwo anders neue zu bauen um dann Eintritt zu verlangen, da bemerkt wurde, dass Leute solche Kunst anziehend und wunderschön finden. Es geht wirklich überall nur noch um Geld -Macherei und das finde ich sehr schade.
– Hope never die!-
Der nächste Stop war dann El Paso, allerdings nur eine Nacht. El Paso ist zwei geteilt, die eine Hälfte liegt in der USA und die andere in Mexico. Und ja wir haben die Mauer gesehen. Danach fuhren wir zu einem Aussichtspunkt und konnten bis Mexico blicken. Das war einfach unglaublich.

4. “ Der Weg nach San Diego“
Von El Paso nach San Diego sind es ca 15h reine Fahrtzeit. Deshalb haben wir beschlossen noch einen Stop in Tuscon & Yuma zu machen, allerdings war dieser in der Nacht und in Yuma haben wir nur die Tankstelle von innen gesehen. Weiter auf dem Weg nach San Diego haben wir dann auch nochmal an der Interstate auf dem Rastplatz gepennt, da wir einfach nicht mehr fahrtüchtig waren. Dadurch hatten wir die Chance den Sonnenaufgang in der Wüste zu sehen, das war einfach unglaublich. Wenn ihr sowas auch vorhab, mietet euch ein Auto, sonst verpasst ihr echt super spannende & wunderschöne Momente. Als wir endlich nach einer Fahrt durch den Nationalpark in San Diego ankamen, waren wir mehr als fertig und haben uns nur noch angezickt. Natürlich sind wir als erstes zum Strand gefahren, und Alex hat schon ein bisschen die Stadt erkundet. Ich musste einfach nochmal ne Stunde im Auto pennen, da wir zu der Zeit noch keinen Host hatten und auch keinen gefunden haben. Wir waren sozusagen obdachlos. Ich war so angepisst, dass ich gemeint habe, wir sollten einfach zu nem Hostel fahren und einfach irgendwas zu haben. Das war die beste Entscheidung unseres Trips. Wir lieben dieses Hostel und sind sogar am Schluss nochmal für 2 Tage dorthin gefahren. Die Leute waren super cool und viele waren nach 2 Wochen immer dort. Wir waren insgesamt 4 Tage in San Diego und hatten so unglaublich viel Spaß, waren surfen und haben Abends Lagerfeuer mit Marshmallows gemacht. Wir haben nicht viel von  San Diego gesehen, waren nur einen Tag Sightseeing, das Hostel hat uns einfach in seinen Bann gezogen.. Wir sind danach weiter auf Los Angeles.

5. „Los Angeles Stars“
Wir haben uns Los Angeles ein bisschen anders vorgestellt und dadurch waren wir nur eine Nacht dort und eine in Long Beach. Walk of fame, Hollywood Sign & am Abend Long Beach. Silvester haben wir in einen Irish Pub verbracht. Darüber kann ich euch nicht viel erzählen – Dank Alkohol. Ich finde Los Angeles wird mehr gehypt als es eigentlich ist. Klar, Walk of Fame sollte man mal gesehn haben , allerdings war das auch schon alles. Wir waren dann auf dem Weg nach San Francisco noch in Santa Monica. Und warum waren wir dort? Sharknado! Ich liebe diese Filmreihe einfach. Wer dort allerdings mit dem Auto kommt, sucht erst einmal eine Stunde nach einem Parkplatz, der dann 7 Dollar kostet und nur bis 18 Uhr offen hat. Das war uns der Spaß allerdings wert. Weiter nach –>

6. „San Francisco“
Diese Fahrt war die anstrengendste meines Lebens. Alex hat neben mir im Auto gepennt und ich bin den Highway 1 gefahren, bei Nacht. Es war die kurvigste Strecke die ich je gesehn habe. Es muss dort bei Tag wunderschön sein. Zwei mal haben wir auf der Fahrt durch den Pfeiffer Big Sur State Park angehalten und die Sterne bewundert. Du konntest alles so klar sehen, das war einfach unbeschreiblich. Da in mir ein kleiner Angsthase steckt, konnten wir allerdings nirgends schlafen. Ich bin bei jedem kleinen Geräusch aufgeschreckt und musste weiterfahren. Als wir nach 4 Stunden die Zivilisation endlich wieder erreicht haben, haben wir auf dem Parkplatz von Starbucks ca. 3 Stunden geschlafen.
Vor San Francisco haben wir noch einen kurzen Abstecher nach Santa Cruz, San Jose und Oakland gemacht. Ich wollte in Oakland unbedingt die Fruitvalle Station sehen. Dazu gibt es nämlich einen Film, den müsst ihr euch unbedingt reinziehen, ist nach einer wahren Geschichte.
In San Francisco angekommen waren wir zunächst am Pier 39 und danach beim Battery Spencer, Skyline & GoldenGate Brigde waren echt wunderschön. Nun begann die Suche nach der Wohnung unseres Hosts. Er hatte nur ein Studio, allerdings hat er uns sein Bett zur Verfügung gestellt. Am nächsten Tag sind wir dann alle Highlight abgefahren, weil diese Berge kann ja niemand laufen und Parken ist echt teuer dort. Wir waren auch am Haus von Monk und Full House, das waren meine persönlichen Highlights.
Wir waren nur zwei Tage in San Francisco , allerdings war das nicht mein letzter Besuch.
Am nächsten Morgen sind wir dann sehr früh los, da wir den Sonnenaufgang über der GolgenGate Bridge sehen und noch bis nach Yosemite Nationalpark kommen wollten.

7. „Sacramento, Yosemite & Bakersfield“
Auf dem Weg nach Yosemite haben wir noch einen kurzen Stop in Sacramento gemacht. Ist das Capitol von Californien und echt ne süße Stadt.
Die Fahrt nach Yosemite gestaltete sich allerdings auch als Herausforderung. Die Straßen hier sind nicht die Besten und im Nationalpark kannst du max. 40 Km/H fahren. Das hatten wir natürlich nicht gewusst und mit weniger Fahrzeit gerechnet. In Yosemite angekommen waren wir erstmal schockiert, da dieser eigentlich 35 Dollar Eintritt kostet. Ich meine, es ist Natur, aber die Amis machen ja aus allem Geld. Durch den Shutdown waren zu der Zeit alle Nationalparks kostenfrei, was unserem Geldbeutel natürlich ein bisschen geholfen hat. Es war schon relativ spät und so konnten wir nicht alles genau betrachten. Unser erster Stopp war bei einem Wasserfall, ich sag euch, er hat näher ausgesehen als er tatsächlich war. Wir sind ungefähr eine Stunde über Steine geklettert, gesprungen & runtergerutscht um ihn aus der Nähe zu betrachten. Bestes Erlebnis bisher, manchmal nicht einfach aber unsere Lachmuskeln wurden sehr beansprucht.
Danach sind wir einmal quer durch gefahren, auf der Suche nach dem normalen Aussichtspunkt. Bis wir diesen auf der Weiterfahrt endlich gefunden hatten, noch rechtzeitig bevor die Sonne untergegangen ist. Da wir noch 5 Stunden bis nach Bakersfield brauchten, sind wir dann auch nach 10 Minuten Aufenthalt weiter gefahren. Alex ging es zu der Zeit nicht besonders gut. Sie wurde immer kränker, hat am Tag 3-5 Pillen geschluckt. Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht. Deshalb war unser nächster Stop auch Bakersfield, dass sie sich ausruhen konnte und wir nicht die ganze Nacht im Auto verbringen mussten. Das Motel in Bakersfield war zunächst ein bisschen angsteinflößend, da die nette Dame uns ein belegtes Zimmer gegeben hat und der Mann nicht sonderlich nett reagiert hat, als wir die Tür aufschlossen. Das war der Schreck des Jahrhunderts. Im richtigen Zimmer angekommen, konnten wir endlich schlafen.

8. „Grand Canyon Night“
Von Bakerfield nach Grand Canyon waren es 7 Stunden Fahrtzeit und da wir früh ein bisschen getrödelt haben und wir nie die angegeben Zeit von Google schafften, kamen wir dort erst ca um 16:30 an. Ihr müsst wissen, zu der Zeit ging die Sonne um 17:00-17:30 unter. Grand Canyon in der Dämmerung war allerdings sehenswert. Und das Wetter dazu war für unseren Flitzer eine Herausforderung, da es geschneit hat und wir natürlich Sommerreifen hatten. Angekommen in Flagstaff, nochmals 2 Stunden Fahrt von Grand Canyon aus, packten wir alle Sachen aus dem Auto und gingen in unser Hotel, da wurde uns allerdings gesagt, dass der Aufenthalt storniert wurde, da Alex Kreditkarte abgelehnt worden war. Sie hatte vor 4 Tagen ihr Handy zurück gesetzt und alle Passwörter verloren, dadurch hatte sie keinen Zugang zu ihrer Karte mehr und einfach mal komplett überzogen. Nun standen wir da, ohne Hotel und es fing wieder an zu schneien. Also erstmal ab zu Papa Johns um eine etwas essbares zu organisieren. Da wurden wir dann auch prompt noch von der Polizei angehalten, wir wussten nicht was eine Suicide Lane war. Die Amis und ihre Verkehrsregeln. Als wir dem netten Polizisten dann erklärt haben, das wir aus Deutschland kommen und nicht wussten das es sowas überhaupt gibt, konnten wir zum Glück weiter fahren. Nun hatten wir allerdings nur eine Pizza und immer noch keinen Schlafplatz. Die Suche gestaltete sich schwieriger als angenommen, da alle Motels 90 Dollar verlangt haben. Das 4. Motel auf unserer Suche hat dann wenigstens „nur“ 60 Dollar gekostet. Manchmal muss man einfach Glück haben. Es war allerdings immer noch 30 Dollar teurer als unser vorher gebuchtes Hotel, aber wir mussten ja irgendwo schlafen. Das beste kam allerdings am Morgen. Ratet mal… es hat mehr als 10 cm geschneit und unser Auto war komplett weiß. Wir hatten natürlich keinen Besen oder Kratzer also improvisierten wir und haben mit dem Deckel der Brotdose das komplette Auto frei gekratzt. Dieser ganze Tag ist unter dem Motte „Das kann auch einfach nur uns passieren“.

9. „Las Vegas, Baby!“
Mit freier Sicht und Sommerreifen ging es dann zum AntelopeCanyon. Wir mussten vorab eine Tour buchen, das war es allerdings mehr als wert. Dieser Canyon ist einfach unglaublich. Danach wollte Alex noch den NorthRim vom Grand Canyon sehen, allerdings war er aufgrund der Wetterverhältnisse geschlossen und wir fuhren direkt zum Zion Nationalpark. Da wir natürlich mal wieder zu spät dran waren, war es 18 Uhr und stockdunkel als wir endlich ankamen. Es waren nur noch 2 Stunden nach Las Vegas also beschlossen wir einfach weiter zu fahren und kamen dann gegen 21 Uhr in Vegas an. Unser Host hatte mir allerdings keine Adresse gesendet und somit irrten wir erst einmal auf dem Strip herum. Ich werde auch nie mehr auf dem Strip Auto fahren. Zu viele Autos und komplett verwirrend. Alex übernahm dann, da ich einfach nur noch genervt war. Als wir endlich irgendwo geparkt haben, bekamen wir die Adresse des Hosts. Anfangs glaubten wir, das es irgendwo in Downtown sein wird und wir mega weit fahren müssen um zum Strip zu kommen, allerdings gab uns der Host eine Hotel-Adresse. Flamingos! – mitten auf dem Strip. Zimmer pro Nacht mehr als 300 Dollar, was für uns viel Geld ist allerdings für ihn und für Vegas wenig. Er hatte ein Penthouse gemietet und uns gleich zu einer Party eingeladen. Am nächsten Tag, es war 13 Uhr als wir aufwachten, waren wir nur im Hotel bis zum Abend. Verzockt haben wir nur um die 50 Dollar und sind auch früher als 2 Uhr im Bett gewesen. Wir hatten entschieden am nächsten Tag wieder nach San Diego zu fahren und unsere letzten Tage dort zu verbringen.

FAZIT
USA ist immer eine Reise wert! Wenn du mehr Zeit hast und dir ein Auto mietest bekommst du einfach unglaubliche und unvergessliche Momente.
Ich würde es jederzeit wieder machen, vielleicht mehr Zeit einplanen um die Nationalparks mehr zu erkunden.
Alles in allem war es eines meiner besten Erlebnisse, habe viele neue Freunde dazu gewonnen und hatte die besten Lachanfälle meines Lebens. Danke!  🙂