Mexico

11.01.2018 – 29.01.2018

„Cancun-Chaos“ – In Cancun angekommen habe ich mich schon ein wenig verloren gefühlt, wisst ihr nach drei Wochen jemanden an der Seite zu haben und immer etwas Rückhalt zu haben und dann auf einmal in einem fremden Land alleine , ohne Sprachkenntnisse, zu stehen ist schon ein komisches Gefühl. Ich wurde auch gleich mal abgezockt. Musst vom Flughafen irgendwie zu meinem Hotel und hab dafür 12€ bezahlt, was eigentlich nur 6€ gekostet hätte.
Ich bin so ein Mensch ich brauche erst paar Bier um auf andere Menschen zu zugehen, ich glaube das werde ich hier noch ein bisschen abstellen müssen. An diesem Abend saß ich nun auf der Terrasse von meinem Hostel. Zum Glück hat eine Koreanerin mich gefragt ob sie sich dazu setzten will, das hat es alles ein bisschen einfacher gemacht. Dann kam auch gleich eine Französin und hat nach Feuer gefragt, mit ihr hab ich dann meine ersten 3 Tage in Mexico verbracht. Sie war super entspannt, ist schon sehr viel alleine gereist und wir haben uns auf anhieb verstanden. Danach kam eine Gruppe Kanadier, die am Anfang echt nett waren, allerdings habe ich mich immer wie das 3. Rad am Wagen gefühlt. Oder das 5.? Wie geht das Sprichwort nochmal? Denke mal, da alle Kanadier waren, hatten die nur Augen für sich. Was auch dann nicht so schlimm war. Ich hab dann einen super netten Brasilianer kennen gelernt , wir hatten echt viel Spaß , haben jede Menge gelacht und haben uns wirklich gut verstanden. Wir sind zusammen nach Chichen Itza gefahren und das war wirklich der Chaos-Trip des Jahres. Total unorganisiert und deswegen einfach zu viel Geld dafür hingeblättert. Der Fahrer hat uns auch noch abgezogen und ich hoff der Brasilianer hat jetzt endlich sein Geld zurück. Es war auch einfach der lustigste Trip in den Tagen in Cancun. Wir haben dann auch noch die 2 nächsten Tage zusammen verbracht. Eigentlich wollte ich schon auschecken , habe dann allerdings noch verlängert weil die Leute einfach total geil waren. Am nächsten Abend haben wir im Hostel echt gut gefeiert und ja ich habe auch etwas von der Stadt gesehn, bzw von der Hotel Zone.

Nach Cancun bin ich weiter nach Isla Mujeres. Super süße Insel, man kann echt alles gut mit dem Fahrrad erkunden und einfach mal paar Tage für sich haben. Die Fähre ging von Cancun ab und in 30 Minuten bist du schon auf der Insel. Ich empfehle echt jeden dort einmal hinzufahren. Nachdem ich also 2 Tage auf der Insel war, bin ich weiter auf Playa del Carmen. Ich war dort nur einen Tag, allerdings hab ich dort echt viel erlebt. Schaut hier. In Playa del Carmen, habe ich drei Deutsche kennengelernt und wir sind dann mit dem Collectivo den nächsten Tag runter nach Tulum. Ich kann euch sagen, die drei sind echt mega gechillt. Die Reise nach Tulum hat komplett ca 5 Stunden gedauert, da wir erst einmal am falschen Punkt standen und auf eine Mitfahrgelegenheit hofften. Normalerweise braucht man ca nur eine Stunde dorthin. Allerdings war die Zeit mit denen echt mega witzig und super entspannt. In Tulum angekommen, haben wir erst unser „Hostel“ gesucht. Dadurch das Simon letztes Jahr für ein Jahr in Mexico gewohnt hat, kannte er jemanden dort. Wir haben in der sogenannten „Invasion“ geschlafen. Das ist mitten im Jungel. Einheimische haben dort illegal Häuser gebaut und wohnen jetzt wie in einer riesen Familie. Also Hängematten aufgehängt und erst einmal gepennt. Am nächsten Morgen war es für mich ein nicht so schönes Aufwachen. Erstens war es echt super kalt in der Nacht, zweitens gibt es dort zu viele Mücken und drittens hatte ich anscheinend eine allergische Reaktion auf irgendwas. Ich habe ausgesehen wie ein Zyklop. Ein Auge mega angeschwollen und auf der anderen Seite meines Gesichtes meine Backe mega dick. Es war alles Taub und ich weis bis heute nicht wieso, es ging auch nach ungefähr 5 Stunden wieder weg. Zum Glück! Die nächste Nacht war dafür mega entspannt – allerdings immer noch kalt. Wir wollten eigentlich nur eine Nacht dort bleiben, allerdings haben wir uns für zwei weitere Nächte entschieden. Haben den Blutmond im Jungel angeschaut und es war wirklich entspannt.

Nach drei Tagen Tulum sind wir nach Punta Allen gefahren, die Straßen dort sind so schlecht , dass du zwei Stunden für 50 Km brauchst. Das war echt ne super witzige Fahrt, da in der Straße so große Schlaglöcher waren und wir echt rumgeschüttelt worden sind. Punta Allen liegt in einen Nationalpark und es gibt dort wirklich fast nichts. Strom nur 2x am Tag und nur einen Supermarkt. Die ganze „Stadt“ hat ca. 20 Häuser. Wir sind als erstes zu dem nahe gelegenen Leuchtturm gefahren und haben dort unser Lager aufgeschlagen. Da allerdings rund um den Leuchtturm eine ca. 2,5m (eher noch etwas höher) hohe Mauer war, durften wir erst einmal hinein klettern. Ich muss sagen, ich brauch wirklich mehr Muskeln. Ich hab mich so angestellt beim Klettern und bin auch 2x die Mauer runter gefallen, da ich mich einfach nicht festhalten konnte. Wirklich peinlich. Naja dafür konnte ich im Auto schlafen und war geschützt vor Mücken und anderen Tieren. Mit den drei Deutschen macht man schon sehr außergewöhnliche Erfahrungen. Hat wirklich sehr viel Spaß gemacht und gerne jederzeit wieder.

Nach Punta Allen ging es dann wieder zurück nach Tulum. Da ich ja eigentlich immer in den Hostel versacke, war es hier nichts anderes. Die drei sind wieder auf Playa del Carmen zurück und ich wollte nach Bacalar. Mein Hostel war allerdings super entspannt und ich kam erst nach zwei weiteren Tagen weiter.

Da saß ich nun, in Bacalar , wieder ein neues Kapitel. Es fühlt sich echt jedesmal so an, wenn ich eine Stadt nach paar Tagen wieder verlasse. Du machst neue Freunde, hast super viel Spaß und dann gehst du und bist erst einmal wieder alleine. In Bacalar war ich allerdings wirklich die komplette Zeit alleine, was mir auch echt gut getan hat. Ich hatte das komplette Zimmer für mich und konnte wirklich einmal abschalten. Mega entspannt. Bacalar ist bekannt für die Lagune der sieben Farben. Es ist auch mega schön dort, allerdings echt teuer. Deswegen war ich auch nur zwei Tage dort und den einen davon nur in der Sonne.

So das wars im groben von Mexico, in den nächsten Wochen werde ich auf den jeweiligen Seiten auch noch ein paar Tipps und Erfahrungen von mir berichten. 🙂

– Bacalar Streetart –